HISTORISCHE SPAZIERGÄNGE

mit dem Heimatarchiv

RAHLSTEDTER BAHNHOFSTRASSE
vom Schrankenweg bis zur Rahlstedter Straße
Nach den vielen Wohnstrassen wollen wir diesmal durch eine Geschäftsstrasse spazieren. Seit etwa 1900 gibt es in Rahlstedt eine Bahnhofstrasse und wie sehr viele andere Rahlstedter Strassen erfuhr auch sie eine Umbenennung. Ca. 1950 setzte man einfach ein "Rahlstedter" davor. Für die Anwohner änderte sich dadurch nicht viel, sie sprachen weiter von der Bahnhofstrasse.

Wir stehen mitten auf dem heutigen Helmut-Steidl-Platz und schnippen uns in das Jahr 1926.
Bahnhofstr
50 Jahre später ist das Kopfsteinpflaster Asphalt gewichen und die Strommasten sind verschwunden, aber sonst sieht es 1976 noch fast genauso aus.
Bahnhofstr
Links sehen wir die Hausnummern 3 und 5, beide Häuser gibt es heute nicht mehr. Wir drehen uns etwas nach rechts und springen [schnipp] in das Jahr 1899.
Bahnhofstr
Vor uns befindet sich das Bahnhofhotel von Jonny Godknecht.
1961 läßt der Kaffeeröster Reisgen das Hotel umbauen ... [schnipp]
Bahnhofstr
... und 1995 sieht es hier so aus.
Bahnhofstr
HIER erfahren Sie noch etwas mehr über das ehemalige Bahnhofshotel.
Wir gehen ein paar Schritte weiter und schnippen uns in das Jahr 1907.
Bahnhofstr
Vor uns der Pavillon am Bahnhof von Rudolf Begemann. Wem das Kleingeld für eine Immobilie fehlte, konnte beim ihm wenigstens eine vom ihm selbst gefertigte Zigarre kaufen. Den Pavillon gibt es noch heute, allerdings veränderte er im Laufe der Jahre sein Aussehen. [schnipp] 1985 beherbergte er noch einen Friseur ...
Bahnhofstr
... und nach dem Neubau durch Herbert Wenzel [schnipp] zog 1996 das Eiscafé Dante ein.
Bahnhofstr
Neben dem Pavillon befanden sich [schnipp] 1954 eine Kohlenhandlung und das Reformhaus von Friedrich Bein
Bahnhofstr
Wir drehen uns noch einmal um [schnipp] und schauen den Männern 1948 bei der Arbeit zu.
Bahnhofstr
Bahnhofstr
»Gehen Sie weiter, hier gibt es nichts zu sehen.« Heh, nicht so unfreundlich, meine Herren.
Bahnhofstr
Pst, ich glaube, einer von den beiden ist Jonni Schacht, der damalige Ortsamtsleiter.
Wir wenden uns von den Herren ab und springen in das Jahr 1932.
Bahnhofstr
Auf der anderen Strassenseite sehen wir das Geschäft (und die Räucherei) von dem Fischhändler Ernst Schloo. Die Ähnlichkeit des Names mit der "rollenden Fischtheke" auf dem heutigen Wochenmarkt dürfte Zufall sein. Vier Jahre später wird das Haus umgebaut ...
Bahnhofstr
... und [schnipp] 1982 sieht es dort so aus. Bis heute haben die Geschäftsinhaber ein paar mal gewechselt, aber das Haus steht immer noch.
Direkt daneben sehen wir das Haus mit der Nummer 15.
Bahnhofstr
1969 kann man hier noch Radios, Fernseher und Hüte kaufen. Zehn Jahre später ist das Gebäude verschwunden.
Bahnhofstr
1979 entstand mit dieser Lücke der Boizenburger Weg und ermöglichte den Zugang zur Mecklenburger Strasse.
Das Haus Nummer 17 beherbergte viele Jahre das Kaufhaus Stamp. 1920 befand es sich noch ein paar Häuser weiter, in Nummer 21. (ganz rechts)
Bahnhofstr
1937 war der Kaufmann bereits umgezogen ...
Bahnhofstr
... in das Gebäude mit der Nummer 17. Danach wurde es noch ein paar Mal umgebaut.
Bahnhofstr
[schnipp] 1972 sah es hier bereits so aus und fünf Jahre später so.
Bahnhofstr
Nebenan vertrieb August Meier noch 1912 Colonialwaren und Delicatessen.
Bahnhofstr
In den 20er Jahren wurde das Geschäft von Otto Lichtenberg übernommen, umgebaut und viele Jahre betrieben.
Bahnhofstr
In Blick in das Jahr 1972 zeigt uns auch, das die Bebauung deutlich dichter geworden ist.
Wir bleiben in diesem Jahr und gehen ein paar Schritte weiter.
Bahnhofstr
Bei einem Blick zurück sehen wir ganz hinten noch einmal das Kaufhaus Stamp, daneben das Geschäft von Otto Lichtenberg, dann der Blumenhändler Alfred Spott und schließlich die alte Post. Dieses Gebäude wird 1979 abgerissen und mit einem [schnipp] werden wir Zeuge.
Bahnhofstr Bahnhofstr
Wie wir noch sehen werden, ist die alte Post nicht das einzige Gebäude, das der Abrissbirne zum Opfer fällt. Wir spazieren weiter bis zur Kreuzung Amtsstrasse.
Bahnhofstr
1917 steht hier noch das Central Hotel. Mitte der 70er Jahre wird das Haus abgerissen und von der Hamburger Sparkasse neu bebaut. [schnipp]
Bahnhofstr
1976 sind die Arbeiten noch im vollen Gange.
Wir wechseln die Strassenseite springen [schnipp] zwei Jahre in die Zukunft und schauen zurück. Vor uns sehen wir das Helgoländer Haus in seiner ganzen Pracht.
Bahnhofstr
Da die Amtsstrasse verlängert werden sollte, war dieses Haus eigentlich im Weg. Doch statt es komplett abzureißen, hat man eine andere Lösung gefunden. 1983 wurde es in der Mitte geteilt ...
Bahnhofstr
Bahnhofstr
... links erfolgte ein Anbau, der rechte Teil wurde dann abgerissen.
Bahnhofstr
Der Zebrastreifen kommt wie gerufen. Wir wechseln erneut die Strassenseite und überqueren den Apostelweg. Vor dem Haus Nummer 18 bleiben wir stehen und springen [schnipp] in das Jahr 1922.
Bahnhofstr
Vor uns das Haus des Maurermeisters August Dabelstein, welches er ein Jahr zuvor für sich und seine Familie gebaut hatte. Das Gebäude wird heute als "schutzwürdig" in der Hamburger Denkmalliste geführt.
Direkt gegenüber lebte Detlev von Liliencron. Wir springen in das Jahr 1909.
Bahnhofstr
1971 wird das baufällige Haus abgerissen und durch einen Neubau ersetzt.
Bahnhofstr
Eine Tafel erinnert heute daran, das hier das Wohnhaus des Dichters gestanden hat.
Wir spazieren weiter bis zur Kreuzung Scharbeutzer Strasse. Mit einem Schnippen springen wir in das Jahr 1914.
Bahnhofstr
Vor uns sehen wir das Ausflugslokal Altrahlstedter Park des Gastronomen Hinrich Hup. Auch dieses Gebäude fällt der Abrißbirne zum Opfer und weicht einem Neubau. Wie schon bei der alten Post können wir [schnipp] ...
Bahnhofstr
... 1977 dabei zusehen.
An dieser Stelle knickt die Bahnhofstrasse um 90 Grad ab und führt uns zur Rahlstedter Strasse. Wir spazieren auf die Kreuzung zu und sehen rechts [schnipp] ...
Bahnhofstr
... die alte Hintze-Mühle im Jahr 1983. Direkt gegenüber befindet sich der Liliencron-Park. 1934 sah es hier noch so aus.
Bahnhofstr
Damit endet unser kleiner Spaziergang. Das Heimatarchiv des Bürgerverein Rahlstedt e.V. verabschiedet sich für heute von Ihnen, bedankt sich für Ihre Aufmerksamkeit und hofft, das es Ihnen gefallen hat.

Alle Bilder stammen aus dem Archiv des Bürgervereins. Wenn Sie neugierig geworden sind, besuchen Sie uns gern. Das Heimatarchiv hat jeden 2. Mittwoch im Monat jeweils 11.00 -  17.00 Uhr geöffnet (außer in den Monaten Juli, August und Dezember), oder vereinbaren Sie einen Termin.
Wir freuen uns auch immer, wenn Sie uns Aufnahmen zur Rahlstedter Heimatgeschichte überlassen wollen.

Letzte Aktualisierung: 01.07.2012